Zünftig aufg‘mascherlt

Oktoberfest, Kirtag, Volksfest – die Saison für Lebkuchenherzen, Dirndl und Lederhos’n ist voll im Gange und der Trachtenboom ist unübersehbar: Galt es vor einigen Jahren noch als spießig, sich in Tracht zu zeigen, haben heute vor allem junge Leute Dirndl und Lederhose für sich entdeckt. Aber Vorsicht: es gibt einige Fettnäpfchen, in die man beim Tragen der Tracht treten kann und die aus einem wunderschönen Outfit eine unansehnliche Verkleidung machen.

Um euch einen peinlichen Auftritt zu ersparen, haben wir für euch auf myfuturebase die wichtigsten Trachtenregeln zusammengestellt:

Es beginnt schon beim Wort „Dirndel“:

Wer dieses Wort mit „e“ schreibt oder ausspricht, verrät sich als absoluter Trachtenlaie. 

Aufg’schürzt wird!

Aber bitte richtig, meine Damen, sonst könnte es zu fatalen Missverständnissen kommen! Grundsätzlich wird die Dirndlschürze vorne gebunden. Frauen und Mädchen, die noch auf den Lederhosenprinzen warten und die Aufmerksamkeit besonders auf sich ziehen wollen, tragen die Masche links. Vorsicht Burschen! Hände weg von rechtsgebundenen Dirndlschürzen - diese Damen sind schon vergeben.

Das richtige Schuhwerk

Cowboystiefel, Flip-Flops oder ausgelatschte Sneakers haben weder in Kombination mit Lederhose noch in Verbindung mit dem Dirndl etwas verloren und gehören zu den absoluten No-Gos!

Der richtige Sitz

Stramme Wadln und breite Schultern sind ideale Tracht-Voraussetzungen. Solltest du nicht mit diesen Attributen ausgestattet sein, gilt es, die Träger hinten zu kreuzen, dann sitzt die Lederhose auch bei schmalen Schultern fest. Die Lederhose sollte auch nicht zu kurz sein oder zu eng sitzen - es ist schließlich eine Lederhose und keine Hotpants!

Das Wichtigste beim Tragen der Tracht ist, dass man sich dabei wohlfühlt.

Also am besten bevor es losgeht, noch mal einen Blick in den Spiegel werfen: Stimmt das Gesamtbild? Wirkt man auch nicht verkleidet? Im Zweifelsfall gilt immer: Weniger ist mehr!

Viel Spaß beim Ausführen deiner Tracht wenn’s heißt: O’zapft is!